FUNDSTÜCKE KW 24

Juni 15, 2017


Es ist allgemein bekannt, dass viele Menschen sich im Internet nicht an die Grundregeln der Höflichkeit gebunden fühlen. Trotzdem befremdet es mich immer wieder. Ausserdem sagen diese Menschen damit mehr über sich selbst aus, als ihnen lieb sein kann. Da ich heute aber auch ein sehr gutes Gespräch hatte, welches mich hochgradig beschwingt zurückließ, ist der Ärger nicht der Rede wert.

Was die Stimmung zusätzlich anhebt, ist ein Appetithappen in Form des Titelsongs für das am 14.Juli erscheinende neue Album "It's OK To Love DLDGG" der Liga der gewöhnlichen Gentlemen. Herrlicher Sixties Soul Vibe. Bin sehr gespannt auf das Album.


Morgen erscheint seit 20 Jahren das erste Album der Band Ride mit dem Titel "Weather Diaries", von dem ich bereits einen Song vorstellte, hier nun ein weiterer, der das Ganze langsam zu einem mir den Mund wässrig machenden Gesamtwerk werden lässt.


Musikalisch ganz woanders angesiedelt ist das Duo Bicep aus Belfast/London, welches am ersten September sein lang erwartetes Debütalbum auf Ninja Tune veröffentlichen wird. Der Song "Aura" ist richtig gut. Klassische Elektronik mit Hacienda-Flair.


Im Moment scheint es irgendwie angesagt zu sein, bekannte Songs auf historischen Instrumenten nachzuspielen. Endlich mal ein guter Trend. Zum Einen fand ich eine Darbietung des Orkestra Obsolete, welches "Blue Monday" von New Order auf Instrumenten aus den Dreißiger Jahren spielt.


Desweiteren empfehlenswert ist die "Green Onions"-Version von Luna Lee auf dem Gayageum, einem koreanischen Instrument aus dem sechsten Jahrhundert.


Einen interessanten Artikel aus dem Bereich Musik fand ich darüber, wie man seine Schallplattensammlung am Besten unterbringt. Auf der Grenze zwischen Musik und Film wandelte immer die faszinierende Anita Pallenberg, die leider vorgestern verstorben ist. Ich stieß auf seltene Aufnahmen einer Dokumentation aus Cannes über die Premiere zu "Mord und Totschlag" von Volker Schlöndorff, für den Brian Jones den Soundtrack komponierte. Ruhe sie in Frieden.


Leider gestorben ist auch Adam West, der den Meisten wohl durch seine Rolle als Batman in der legendären Serie und einem Film von 1966-1968 bekannt sein dürfte. Ich selbst kann mich noch daran erinnern, dass die Serie in meiner Kindheit immer im Fernsehen lief. Erst später fiel mir auf, wie skurril sie eigentlich war.  Adam West war aufgrund seiner Entscheidung, nicht ohne seinen Assistenten Robin, den ABC aus dem Script streichen wollte, spielen zu wollen, für die Absetzung der Serie mitverantwortlich. Menschen mit Prinzipien werden heute kaum noch hergestellt. Nun gehen sie einer nach dem anderen.


Stilbezogen fand ich eine Folge der Serie "Shoe Gaze", in welcher der Rapper Burgundy Blood Wimbledon besichtigt und sich vor allem mit den inzwischen zu Klassikern gewordenen Outfits und Schuhen der Spieler beschäftigt. Man wird von seiner Begeisterung mitgerissen.


Lesenswert waren ein Artikel über Polohemden und einer darüber, dass ein weiterer Teil von Audrey Hepburns Kleidung und verschiedener anderer Gegenstände versteigert wird.

Besonders sehenswert ist eine Splitscreen Tour durch New York City, die auf der einen Seite die Stadt in den Dreißiger Jahren und auf der anderen heute zeigt.


Die kulinarische Artikelabteilung bietet heute einen Text über den Kult des Essens und einen über die Entdeckung der bisher ältesten Flasche Bordeaux.  Das "Provençal Tuna Sandwich" wurde bereits ausprobiert und ist sehr zu empfehlen.

Ich wünsche meinen Lesern nun ein schönes Wochenende!





Gehört: Burgundy Blood Meets Mongrels - ...In The Pop Wilderness

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2 Kommentare

  1. Grundregeln der Höflichkeit: leider denken immer mehr, sie könnten sich real wie bei Tinder verhalten

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    1. Sozusagen die Tinderisierung der Gesellschaft.

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Lieber Kommentator,

es freut mich, dass Sie etwas loswerden möchten. Die Kommentare werden normalerweise zweimal am Tag moderiert. Manchmal seltener, manchmal öfter. Für Spannung ist also gesorgt.

Herzliche Grüße,

A Guy Called Classic